COEXISTENTIA
Auszug aus der Einführungsrede von Jutta Saum

Auf gemeinsamen ausgedehnten - meist schweigend geteilten Streifzügen - entdeckt Ursula Helene Neubert gewachsene Farbklänge in der Natur, wobei die Zartheit und Vielgestaltigkeit der Vegetation und das schier unendliche Farbspektrum ihr als Inspirationsquelle für ihre Malerei dienen. In den hier ausgestellten aktuellen Arbeiten kann man den naturnahen Bezug zwar noch erahnen, aber sie haben sich fast vollständig zu reiner Farbmalerei…

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Vom Schauen und Sehen
Überlegungen von Wulpekula Schneider Martens

Die Malerei ist in erster Linie eine Kunst des Sehens, da sie mit ihren Farben und Formen vor allem die Augen anspricht. Das Sehen ist eng verknüpft mit dem Prozess der Erkenntnis, man möchte etwas mit eigenen Augen sehen, um es zu begreifen und gleichzeitig sieht man oft nur das, was man kennt, wofür man Begriffe gebildet hat. Wirklich Neues…

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Wat sull dat bedöe?
Aus dem Vortrag von Jutta Saum

Ausgangspunkt ist bei Ursula Helene Neubert die Naturerfahrung. Auf ausgedehnten Streifzügen sammelt sie schon seit einigen Jahren bunte Blüten, die sie am Wegrand aufliest und auf einem Armreif aus Kreppband aufklebt. In der Länge ausgebreitet präsentiert sie sie nun fein säuberlich verortet und datiert unter sterilem Plexiglas. So aus ihrem Kontext gerissen, fast wie Präparate einer botanischen Sammlung aufbereitet, fokussiert…

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Auf dem Blumenpfad
Ein Essay von Inge Harms

Auf den ersten Blick sehen wir Blumen, überall Blumen. Blumen in allen Lebenslagen. Blumen in voller Blüte präsentieren den Sommer. Blüten in leicht vertrocknetem Zustand verkünden den Herbst. Vereinzelte, abgefallene Blütenblätter verweisen auf das Ende der Blühzeit. Die unbearbeitete Leinwand, grobe Jute, erscheint manchmal zwischen den Blüten. Ursula Helene Neubert liebt das schöne Gefühl, dass Blüten uns vermitteln. Sie fühlt…

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Vorsicht: Schön!
Sigrid Blomen-Radermacher M.A.

Schönheit in der Kunst, zumal in der Malerei, steht unter Generalverdacht. Zwar war kunsthistorisch gesehen die Schönheit, die zugleich die reine Wahrheit über das Dargestellte vermittelte, ein wichtiger Bewertungsmaßstab in der Malerei. Aber in der zeitgenössischen Kunst wird die Schönheit vermieden. Hier unterliegt sie der Anmutung des schön Gemachten, des Dekorativen und des Seichten. Was die Schönheit für die „hohe“,…

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